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Am 12.08.26
Wie hier am 10.06.21 wir sich der Mond zwischen Erde und Sonne schieben.

Kurze Quizfrage zwischendurch: Bei welcher Mondphase geschieht eine Sonnenfinsternis? (Antwort weiter unten)



Ereignis                                         Uhrzeit
Beginn der partiellen Finsternis ~19:10–19:15 Uhr
Maximum~20:00–20:05 Uhr
Sonnenuntergang ~20:45–20:50 Uhr

Rechnerisches Ende (nicht sichtbar)~21:00 Uhr

Im August geht die Sonne in Neustadt gegen 20:45–20:50 Uhr unter — die Finsternis endet damit vor dem Sonnenuntergang noch nicht. Das Maximum erlebst du also mit der Sonne noch am Horizont.
Das entscheidende Problem: In Deutschland geht die Sonne während der Finsternis unter — die verfinsterte Sonne versinkt am westlichen Horizont. Bei uns am Breitengrad 54° wird die Sonne zum Maximum sehr tief stehen — schätzungsweise 3–5° über dem Horizont. Das bedeutet:
Wir haben freie Sicht nach West-Nordwest ist absolut entscheidend

Saros-Kontext: Die Finsternis gehört zum Saros-Zyklus 126 und ist die Nachfolgerin der sibirischen Sonnenfinsternis vom 1. August 2008.

Perseiden-Bonus: Das Perseiden-Maximum fällt genau auf die Nacht nach der Sonnenfinsternis — wer also am 12. August die Finsternis beobachtet, kann in der darauffolgenden Nacht Sternschnuppen beobachten — ein astronomisches Doppel-Highlight!

Bedeckung: Deutschland liegt laut Simulationen bei maximal etwa
80 86%
Bedeckung, je nach Ort. Für uns hier Breitengrad: 54.106446 (54° 6' 23.227'' N) Längengrad: 10.847232 (10° 50' 49.598'' E) kannst du grob mit rund 80–85 % rechnen – also ein deutlich „angeknabbertes“ Sonnen­segment, aber kein kompletter Dunkel­werde-Moment.

Der Pfad der Totalität läuft zwar durch Teile Deutschlands, aber dein Standort liegt etwas nördlich/östlich davon und bekommt „nur“ die starke partielle Phase ab.
Die Sonne steht dabei am frühen Abend relativ niedrig über dem West‑Nordwest-Horizont, was das Ganze atmosphärisch macht: Licht wird merklich kühler und gedämpfter, aber es wird nicht „nachtfinster“.

Was du erleben wirst
Lichtstimmung: Es wird wie eine seltsame, leicht unheimliche Dämmerung – Farben wirken flacher, Schatten werden weicher.

Umgebung: Vögel und Tiere können kurz irritiert reagieren, manche werden „abendlich“ ruhig.

Sonne selbst: Mit geeigneter Schutzbrille siehst du eine schmale, scharf ausgeschnittene Sonnensichel; ohne Schutz siehst du gar nichts Sicheres – also bitte nie direkt hinschauen.

Sicherheit und Beobachtungstipps
Unbedingt: Nur mit zertifizierten Sonnenfinsternis-Brillen (EN ISO 12312-2) oder über Projektion (Lochkamera, Fernglas-Projektion). Gibt's hier bei uns in der Sternwarte.

Keine gute Idee: Normale Sonnenbrillen, geräucherte Gläser, Handy-Kamera direkt in die Sonne.

Schöner Spot für dich: Freier Blick nach Westen/Nordwesten – Strand, Hafen oder eine leicht erhöhte Stelle ohne Häuser/Bäume im Weg.

Eine Sonnenfinsternis geschieht natürlich immer bei Neumond. Denn genau genommen ist ja, wie bei Neumond, der Mond dunkel. Wir sehen ihn nur, weil er vor der Sonne steht. Er wird also genau von der gegenüber liegenden Seite beleuchtet.

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