Teleskop Selbstbau
Ein kleines aber funktionstüchtiges Teleskop zu haben ist recht einfach, wenn man ein wenig Bastelei nicht scheut und kostet am Ende ca. 20-30€. Je nachdem.






Wenn Du Hilfe brauchst melde Dich gerne bei mir.
Wir haben hier in der Sternwarte den Vorteil, einen 3D Drucker zur Verfügung zu haben. Die Teile im Foto sind alle 3D gedruckt aus PLA - (Polylactid oder Polymilchsäure) ist ein biologisch abbaubarer Kunststoff aus nachwachsenden Rohstoffen wie Maisstärke.
Wer einen solchen Drucker nicht nutzen kann, der kann diese Teile einfach aus Holz oder fester Pappe formen. Das geht ebenso gut.
Kaufen muss man den Hauptspiegel (sphärisch, Brennweite 450mm, Durchmesser 70mm - damit er in die Spiegelzelle passt) - ca. 16-17€ und im "Holzfall" die Stangen, runde oder eckige Stäbe aus dem Baumarkt, mit denen die beiden Komponenten des Teleskopes auseinander gehalten werden. Bei mir sind sie gedruckt. Die kleine Acrylglas-Linse (Brennweite 35-50mm) für das Okular und ein 25x17 mm großes Stück Spiegelfolie. Das gibt's alles bei den üblichen Online-Händlern.

Der Hauptspiegel wird in der Spiegelzelle, ganz rechts der kleine "Käfig", befestigt und in das größere Teil eingefügt. Das größere Teil hat bei mir diese viereckigen Aufsätze. Dort werden die Stangen (oben im Bild) eingefügt, um dem Teleskop seine Länge und Stabilität zu geben.

Dann fügt man die Stangen ein und befestigt den kleinen Okularauszug oben auf dem vorderen Käfig. Ganz links im Bild die Kleine Röhre auf dem schwarzen vorderen Teil.

Und im Grunde wars das auch schon. Noch die kleine Linse (in der Mitte des Bildes auf dem Tisch liegend zu sehen in das Okular einsetzen - die kleine Röhre links im Auszug - muss man bewegen können, damit man "scharf" stellen kann.
Die beiden Platten, die da noch liegen werden genutzt, um an die Stangen geschraubt zu werden, um unten drunter ein kleines Stativ anbauen zu können. Da geht jedes kleine Stativ für Handys oder so ähnlich. Zur Not reicht es auch aus ein festes Kissen auf einen Tisch zu legen und das Teleskop bei der Beobachtung darin fest zu betten.


Es fehlt noch der kleine Spiegel in der Mitte an der "Spinne", der das Licht der Sterne vom Hauptspiegel ins Okular umlenkt. Dafür nimmt man am besten ein wenig Spiegelfolie oder einen kleinen Spiegel. Ich habe als Symbol gerade für das Foto eine kleine Øre Münze verwendet, damit man besser erkennt, was ich meine - Münze funktioniert nicht optisch!! So wird das licht, das am Hauptspiegel reflektiert wurde schräg nach oben aus dem Teleskop heraus gespiegelt und in das Okular geleitet. Dort kann man es dann mit der Lupe (dem Okular) betrachten.

Ein bissl Feintunig wird noch nötig sein. Entscheidend ist, dass die Gesamtlänge vom Spiegel bis ins Okular genau der am Spiegel angegebenen Brennweite entspricht. Bei meinem sind 450mm angegeben, also muss der Weg vom Spiegel bis zum Fangspiegel und ins Okular genau dieser Distanz entsprechen, sonst bekommt man kein scharfes Bild.
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Bin sehr gespannt, ob sich jemand daran versucht. Schreib mir mal.
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