Polarlichter
In den Nächten vom 19. und 20. Januar 2026 waren in weiten Teilen Zentraleuropas Polarlichter zu sehen.



Am 18. Januar schleuderte die Sonne bei einem Ausbruch der Stärke X1.9 geladenes Plasma ins Weltall. Das brauchte bei einer Geschwindigkeit von extremen 1.700 Kilometern pro Sekunde etwa 25 Stunden bis zur Erde. (siehe unten)
Die Region der Sonne (4341) feuerte einen direkt auf die Erde gerichteten Coronalen Massenauswurf ab, der mit seinen Folgeerscheinungen erhebliche Auswirkungen hatte. Navigationssatelliten, Wettersatelliten und unsere Stromnetzte wurden in Mitleidenschaft gezogen.

Polarlichter gehören zu den astronomischen Phänomenen, weil sie per Definition außerhalb der Erdatmosphäre stattfinden. Die Erdatmosphäre endet bei 100km über der Erdoberfläche. Die Polarlichter finden in Höhen von ca. 100 - 500 km statt.

Die unterschiedlichen Farben hängen mit den unterschiedlichen Teilchendichten und den jeweils vorhandenen Luftbestandteilen zu tun. Luft enthält neben Sauerstoff auch noch andere Gase.
Man stelle sich das bitte vor: Die Lufthülle um die Erde besteht ja aus Gas. Dieses gas hat ja keinen "Deckel", endet nicht auf einen Schlag bei 100km Höhe. Gas wird dünner und dünner und dünner. Genau genommen ohne Ende. Wir finden also immer noch Luft-Moleküle, auch wenn wir immer weiter von der Erde weg kommen. Sie werden nur seltener. Außerdem wird die Magnetosphäre der Erde unterschiedlich stark komprimiert.
Das führt mit einigen weiteren Effekten zu unterschiedlichen Farben. Diese Farben entstehen in unterschiedlichen Höhen.
Da die Erde eine Kugel ist, die Polarlichter am Pol ihren Ursprung nehmen, können wir von hier aus nicht die gesamte Erscheinung sehen, sondern nur den oberen Teil.
Und ganz grob: Polarlichter sind unten grün und oben rot. Deshalb sehen wir vor allem rot.

Die ESA hat auch ein Video veröffentlicht, in dem die Sonneneruption gezeigt wird, die zu dieser landesweiten Euphorie geführt hat.
Die Vorhersage ist so schwierig, weil die Geschwindigkeiten dieser Plasmawolken erstens sehr stark schwankt und zweitens extrem hoch ist. Die Geschwindigkeiten der von der Sonne heranrasenden Wolke liegen zwischen 500Km/S und 1700Km/S - man achte auf das "S" - pro Sekunde!!
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